37.1716, Books: Intensitätspartikeln im Deutschen: Schmidt (2026)

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Fri May 8 14:05:02 UTC 2026


LINGUIST List: Vol-37-1716. Fri May 08 2026. ISSN: 1069 - 4875.

Subject: 37.1716, Books: Intensitätspartikeln im Deutschen: Schmidt (2026)

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Date: 08-May-2026
From: Sebastian Nordhoff [support at langsci-press.org]
Subject: Intensitätspartikeln im Deutschen: Schmidt (2026)


Title: Intensitätspartikeln im Deutschen
Subtitle: Zur Semantik von deskriptiver und expressiver Verstärkung
Series Title: Open Germanic Linguistics
Publication Year: 2026

Publisher: Language Science Press
           http://langsci-press.org
Book URL: https://langsci-press.org/catalog/book/583

Author(s): Jessica Schmidt

eBook

Abstract:

Dieses Buch befasst sich mit dem in der theoretischen linguistischen
Literatur stark diskutierten Phänomen der lexikalischen
Adjektiv-Intensivierung. Dabei wird ein graduierbares Adjektiv – z. B.
schön – durch eine Intensitätspartikel modifiziert.
     Der Strand ist ∅ schön.           Positiv
     Der Strand ist sehr schön.        Deskriptiv
     Der Strand ist mega schön.      Expressiv
Durch die Modifikation erfährt das Adjektiv eine
Bedeutungsverstärkung,
die sich in einer gesteigerten Intensität und einer höheren Position
auf einer zugehörigen mentalen Skala niederschlägt.
Im Fokus steht die experimentelle Untersuchung von deskriptiven und
expressiven Intensitätspartikeln. Expressive Intensivierer (Gutzmann &
Turgay 2012) wie mega und super treten vor allem in der Umgangssprache
auf, meist in Gestalt von Adjektiven, und erfüllen eine ähnliche
Funktion wie „deskriptive Intensivierer“ (ebd.), etwa die deutsche
Standard-Intensitätspartikel sehr. In beiden Fällen wird im Vergleich
zum Positiv ein höheres Ausmaß der bezeichneten Eigenschaft
ausgedrückt; bei expressiven Intensivierern wird dieser Grad jedoch –
so die in der Literatur vorherrschende Annahme – intuitiv als stärker
empfunden. Zudem offenbaren expressive Partikeln aufgrund einer
emotional-expressiven Zusatzkomponente mutmaßlich auch die persönliche
Einstellung der sprechenden Person zum Sachverhalt, die nicht Teil der
Proposition ist.
Obwohl die Erforschung von Expressivität in der formal orientierten
Sprachwissenschaft in den letzten drei Jahrzehnten erheblich an
Dynamik gewonnen hat, ist die Gültigkeit dieser grundlegenden Annahmen
bislang nicht empirisch abgesichert. Die noch bestehende Lücke an
experimentellen Untersuchungen zu schließen, ist eines der zentralen
Ziele dieser Arbeit. Aufbauend auf der aktuellen Forschungslage
unternimmt sie den ersten Versuch, durch eine breit angelegte
Untersuchung neue Erkenntnisse über den semantischen Unterschied
zwischen deskriptiven und expressiven Intensitätspartikeln zu
gewinnen. Hierfür wird auf eine systematisch aufeinander aufbauende
Kombination aus verschiedenen linguistischen Methoden wie
Korpusanalyse (Empirieteil I) und Rating-Experimente (Empirieteil II)
zurückgegriffen, mithilfe derer die aus der Literatur hergeleiteten
Forschungshypothesen erstmals überprüft werden.

Linguistic Field(s): Semantics

Subject Language(s): German (deu)

Language Family(ies): German

Written In: German (deu)



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LINGUIST List: Vol-37-1716
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